Rechtsgebiet, Schwerpunkt der Kanzlei
Anwalt für Glücksspielrecht
Online-Glücksspiel ohne österreichische Konzession ist verboten: Die Spielverträge sind nichtig, die Verluste rückforderbar. Auf dieser Grundlage führen wir seit 2019 Verfahren gegen Casino- und Wettanbieter, von der Klage bis zur Vollstreckung im Ausland.
Die Rechtslage in Österreich
Das Glücksspielgesetz behält Online-Casinospiele dem Bund vor; nur ein einziger Anbieter verfügt über eine Konzession. Wer ohne sie Casinospiele oder Online-Poker anbietet, handelt verboten. Die Spielverträge sind nichtig, gezahlte Einsätze können bereicherungsrechtlich zurückgefordert werden. Der OGH hat das mehrfach bestätigt, zuletzt in 6 Ob 31/24p; für Online-Poker bereits 2022 im Verfahren gegen PokerStars. Nach der Rechtsprechung lassen sich solche Verluste bis zu 30 Jahre rückwirkend einklagen.
Wofür Mandanten die Kanzlei holen
Vier Lagen, ein Rechtsgebiet
-
Rückforderung von Spielverlusten
ORF.at, 2023Klagen gegen Online-Casinos ohne österreichische Konzession, von Einzelverfahren bis zum gebündelten Vorgehen. Wir haben gegen mehr als 100 verschiedene Anbieter erfolgreich Klage eingereicht und bereits mehrere tausend Fälle erfolgreich abgewickelt.
-
Online-Poker
OGH, 2022Auch Pokerverluste sind rückforderbar. Das 2022 vom OGH bestätigte Urteil gegen PokerStars über 1,6 Millionen Euro haben wir erstritten.
-
Sportwetten
Landesrecht statt GSpGWetten unterliegen Landesrecht, nicht dem Monopol des Bundes. Eine Rückforderung von Wettverlusten kommt nur in Betracht, wenn eine pathologische Spielsucht und eine partielle Geschäftsunfähigkeit vorliegen; das ist regelmäßig mit einem Gutachten zu belegen. Ob Ansprüche gegen Ihren Wettanbieter bestehen, prüfen wir im Einzelfall.
-
Haftung der Geschäftsführer
EuGH C-77/24, WunnerDas Verfahren Wunner haben wir vor dem Europäischen Gerichtshof selbst geführt und gewonnen (Urteil vom 15. Jänner 2026). Seither haftet nicht nur die Gesellschaft: Auch die Geschäftsführer eines Online-Casinos, das ohne Konzession anbietet, können persönlich belangt werden.
-
Vollstreckung im Ausland
EuGH, Jänner 2026Titel gegen maltesische Betreiber setzen wir auch gegen Widerstand durch. Der EuGH stellte im Jänner 2026 klar, dass der Schaden eines Spielers an dessen Wohnsitz eintritt und österreichisches Recht gilt.
Glücksspielreform 2026
Der Entwurf des Glücksspielreformgesetzes 2026 knüpft neue Konzessionen daran, dass Bewerber rechtskräftige Spielerurteile erfüllen. Für Mandanten mit offenen Titeln steigt damit der Druck auf die Anbieter, zu zahlen. Dr. Oliver Peschel hat die Reform unter anderem in Die Presse, Krone und trend eingeordnet; die Fundstellen stehen im Pressespiegel.
Häufige Fragen
Glücksspielrecht in sechs Antworten
- Ist Online-Glücksspiel in Österreich legal?
- Nur mit österreichischer Konzession. Das Glücksspielgesetz behält Online-Casinospiele dem konzessionierten Anbieter vor; alle anderen Angebote sind verboten, auch mit Lizenz aus Malta oder Curacao. Verträge mit solchen Anbietern sind nichtig, und genau das ist die Grundlage für Rückforderungen.
- Kann ich Verluste aus einem Online-Casino zurückfordern?
- Ja, bei Anbietern ohne österreichische Konzession. Der OGH hat die Rückforderbarkeit mehrfach bestätigt, zuletzt in 6 Ob 31/24p, und zwar selbst dann, wenn der Spieler von der Illegalität des Angebots wusste. Die Abwicklung läuft über casinoklage.at, unsere eigene Plattform.
- Gilt das auch für Online-Poker?
- Ja. Im Verfahren gegen PokerStars bestätigte der OGH 2022, dass Verluste aus Online-Poker rückforderbar sind; unserem Mandanten wurden über 1,6 Millionen Euro zugesprochen. Voraussetzung bleibt, dass der Anbieter keine österreichische Konzession hat.
- Wie weit zurück kann ich fordern?
- Nach der Rechtsprechung lassen sich Spielverluste bei illegalen Anbietern bis zu 30 Jahre rückwirkend einklagen; Sportwetten sind davon ausgenommen. Entscheidend ist, dass sich die Zahlungen an den Anbieter belegen lassen.
- Was ist mit Sportwetten?
- Sportwetten fallen nicht unter das Glücksspielmonopol des Bundes, sondern unter Landesrecht. Ob gegen einen Wettanbieter Ansprüche bestehen, hängt deshalb vom Einzelfall ab; wir prüfen das anhand Ihrer Unterlagen.
- Zahlen die Anbieter nach einem Urteil?
- Nicht immer freiwillig; gerade Betreiber mit Sitz in Malta widersetzen sich der Vollstreckung. Wir betreiben Vollstreckungen auch im Ausland. Der EuGH hat die Position österreichischer Kläger im Jänner 2026 gestärkt, und die Glücksspielreform 2026 soll Konzessionen an die Erfüllung von Spielerurteilen knüpfen.
Kontaktieren Sie uns noch heute und wir helfen auch Ihnen bei der Rückforderung Ihrer Spielverluste!
Zum Kontaktformular