Rechtsgebiet, zweiter Schwerpunkt der Kanzlei
Rechtsanwalt für Kreditgebühren
Eine Bearbeitungsgebühr von mehreren Prozent der Kreditsumme, daneben Spesen für Erhebung, Überweisung und Porto: Solche Klauseln halten der Prüfung durch den OGH immer öfter nicht stand. Wir kennen die Urteile, prüfen Kreditverträge und setzen Rückforderungen durch, zuletzt gegen BAWAG und UniCredit.
Die Rechtslage bei Kreditgebühren
Banken verrechnen beim Kreditabschluss regelmäßig eine einmalige Bearbeitungsgebühr, oft als Prozentsatz der Kreditsumme, und daneben eigene Spesenposten. Der OGH hat solche Klauseln in mehreren Verfahren gekippt: gegen die WSK Bank in 2 Ob 238/23y, weil Erhebungs- und Überweisungsspesen Leistungen abgelten, die schon die Bearbeitungsgebühr deckt, ähnlich gegen die Santander Consumer Bank. 2025 folgte ein Urteil gegen die BAWAG, wonach prozentuell bemessene Gebühren generell unzulässig sind; gegen die UniCredit fiel eine Gebühr wegen ihrer Höhe. Zu Unrecht Verrechnetes können Kreditnehmer bis zu 30 Jahre rückwirkend zurückverlangen.
Was wir übernehmen
Vom Vertrag zur Rückforderung
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Klausel-Prüfung
Maßstab: OGH-JudikaturIst die Bearbeitungsgebühr prozentuell bemessen, auffällig hoch oder von Zusatzspesen begleitet? Wir halten Ihren Kreditvertrag gegen die Maßstäbe der aktuellen Urteile.
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Rückforderung und Klage
BAWAG, UniCreditZahlt die Bank nicht, wird geklagt. In eigenen Mandaten haben wir gegen BAWAG und UniCredit Rückforderungen von 10.260 und 4.950 Euro durchgesetzt, beide vor dem Handelsgericht Wien (1 R 73/26w, 50 R 51/26w). Ein drittes Urteil desselben Gerichts brachte weitere 4.200 Euro (1 R 47/26x).
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Öffentliche Einordnung
trend, 2024 und 2026Was die Urteile für Kreditnehmer bedeuten, erklärt Dr. Oliver Peschel auch außerhalb des Gerichtssaals: als Gastautor im trend und im ORF-Beitrag von Wien heute; nachzulesen im Pressespiegel.
Gebündeltes Know-how gegen die Bank
Die Urteile ergingen gegen einzelne Institute, ihre Argumente lassen sich aber auf vergleichbare Klauseln anderer Banken übertragen. Die Kanzlei bündelt Know-how für gleichgelagerte Fälle, weshalb die Kanzlei eine erhöhte Schlagkraft hat und nicht jeden einzelnen Vertrag ausstreiten muss.
Häufige Fragen
Kreditgebühren in vier Antworten
- Welche Kreditgebühren sind unzulässig?
- Nach der jüngeren OGH-Rechtsprechung vor allem drei Gruppen: prozentuell von der Kreditsumme bemessene Bearbeitungsgebühren, auffällig hohe Pauschalen und Zusatzspesen wie Erhebungs- oder Überweisungsspesen, die neben der Bearbeitungsgebühr dieselbe Leistung noch einmal abgelten. Maßstab sind die Urteile gegen WSK Bank, Santander, BAWAG und UniCredit.
- Mein Kredit ist längst zurückgezahlt. Kann ich trotzdem noch fordern?
- Ja. Für die Rückforderung von Kreditbearbeitungsgebühren gilt die 30-jährige Verjährungsfrist; dass der Kredit getilgt ist, ändert daran nichts. Geltend gemacht wird die Gebühr samt vier Prozent Zinsen für die letzten drei Jahre.
- Für welche Kreditarten gilt das?
- Für privat abgeschlossene Kredite jeder Art: Konsum-, Wohnbau-, Fremdwährungs- und Hypothekarkredite. Entscheidend ist, dass Sie den Vertrag als Verbraucher geschlossen haben und er eine der beanstandeten Gebühren-Klauseln enthält.
- Soll ich die Gebühren direkt bei meiner Bank zurückverlangen?
- Besser erst nach anwaltlicher Prüfung. Wer auf eigene Faust anfragt, bekommt erfahrungsgemäß nur einen Teil zurück oder unterschreibt einen Vergleich, der weitere Ansprüche abschneidet. Die gebündelte Durchsetzung übernimmt DeineRechte.at, unsere Plattform dafür.
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