Rückforderung von Spielverlusten aus Online-Casinos
In Österreich gibt es ein Glücksspielmonopol - die einzige staatliche Lizenz für Online-Glücksspiel haben die Casinos Austria mit der Plattform win2day. Alle anderen Anbieter dürfen nach geltender Rechtslage keine Online-Glücksspiele in Österreich anbieten. Was passiert, wenn man bei diesen Anbietern Geld verliert, lassen sich die Verluste zurückfordern?
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Welche Online-Casinos sind in Österreich überhaupt erlaubt?
Nicht nur über die Plattform win2day lässt sich von Österreich aus in Online-Casinos Geld verlieren. Hunderte Anbieter bieten in Österreich Glücksspiel über das Internet an und operieren meist vom Ausland aus: bwin, Interwetten, Mr. Green, bet365, Luckydreams, Partypoker, Partycasino, Casinoclub, Winz, Wildz, Casumo, Caxino, 888 Casino, Lottoland, Justcasino, LeoVegas, William Hill, Tonybet, NetBet, Betway, Energycasino, Tipico, Mr.bet oder Pokerstars, um nur einige davon zu nennen. Dazu kommen Anbieter wie Boomerang Casino, Lucky Days, Zodiac, Nine Casino, Platincasino, Roobet oder Stake und Gruppen wie Casino Rewards, bei denen mit Echtgeld gespielt wird.
Diese Online-Casinos argumentieren häufig, das österreichische Glücksspielmonopol sei "unionsrechtswidrig", da es gegen die Dienstleistungsfreiheit der EU verstoßen würde. Deshalb dürften sie ihrer Meinung nach Online-Glücksspiel auch in Österreich anbieten. Ist das wirklich so oder lassen sich diese Casinos erfolgreich verklagen?

Melden Sie sich jetzt bei uns unter office@peschel.at! Unser Sammelverfahren gegen Online-Casinos ist auch aus den Medien bekannt - Rechtsanwalt Dr. Oliver Peschel in der ORF ZIB 2
Was sagen die Gerichte: Oberster Gerichtshof, EuGH und Oberlandesgericht Wien
Das Glücksspielmonopol verstößt nicht gegen Unionsrecht
Der Europäische Gerichtshof hat bereits mehrfach Kriterien festgelegt, wonach ein Glücksspielmonopol rechtlich zulässig sein kann - auch in einer brisanten Entscheidung aus 2021. Daraufhin haben in Österreich der Verwaltungsgerichtshof, der Verfassungsgerichtshof und auch der Oberste Gerichtshof (OGH) in mehreren Urteilen ausgesprochen, dass das österreichische Glücksspielmonopol nicht gegen Unionsrecht verstößt und daher gültig ist. Der Oberste Gerichtshof dazu explizit in einer Entscheidung:
Der OGH sieht keinen Anlass, von der Rechtsprechung des Senats abzugehen, dass nach gesamthafter Würdigung aller tatsächlichen Auswirkungen im Sinn der Rechtsprechung des EuGH das österreichische System der Glücksspielkonzessionen nicht gegen Unionsrecht verstößt.
Was bedeutet das nun für Personen, die in Österreich bei Online-Casinos Geld verloren haben? Kann man verlangen, dass Casinos Verluste zurückerstatten müssen?
Rückforderung aus verbotenem Glücksspiel
Das Oberlandesgerichts Wien hat in einer richtungsweisenden Entscheidung aus 2017 einen Rückforderungsanspruch gegen ein Online Casino aus dem Ausland mit folgender Begründung bejaht und einer Rückerstattung stattgegeben:
Der Rückforderungsanspruch des Klägers resultiere im Hinblick auf die fehlende Konzession der Beklagten aus einem verbotenen Glücksspiel. Was auf der Grundlage eines unerlaubten und damit unwirksamen Glücksspielvertrags gezahlt worden sei, sei rückforderbar. Eine Rechtsgrundlage biete sowohl das Bereicherungs-, als auch das Schadenersatzrecht, zumal der Eingriff ins Glücksspielmonopol auch eine Schutzgesetzverletzung bewirke.
Verluste bei sämtlichen Online Casinos sind somit rückforderbar. Mit einer Klage gegen das Online Casino können Spieler sämtliche Verluste bei Slots, Poker, BlackJack, Roulette, LiveSpielen und sonstigen Glücksspielen der letzten 30 Jahre zurückfordern. Auch aktuelle Urteile bestätigen diese Rechtslage. Ausgenommen hiervon ist nur der Anbieter win2day und Verluste bei Sportwetten generell, da Sportwetten rechtlich gesehen keine Glücksspiele sind.
Holen Sie Ihre Spielverluste mit Hilfe eines Anwalts zurück. Wir sind Pioniere auf dem Gebiet seit 2019. Schreiben Sie uns jetzt unverbindlich eine E-Mail an office@peschel.at. Die erste Einschätzung ist kostenlos.
Wir wurden vom Kurier als einer der beliebtesten Anwälte Österreichs ausgezeichnet.
Können Spieler ihre Verluste bei Casinos aus Malta oder Curacao einklagen?
Voraussetzung ist, dass es sich um einen Spieler oder eine Spielerin aus Österreich handelt und diese Verluste auch vor Gericht nachweisbar sind. Auszahlungen müssen abgezogen werden - es muss ein Gesamtverlust (Nettoverlust) vorliegen. Stellen Sie eine kurze Liste mit allen Casinos zusammen, bei denen Sie gespielt haben, und geben Sie den ungefähren Verlust an. Ob der Anbieter seinen Sitz auf Malta hat oder unter einer Curacao-Lizenz auftritt, ändert am Anspruch nichts.
Transaktionslisten: warum Sie diese nicht selbst anfordern sollten
Schicken Sie uns noch heute diese Liste und wir prüfen anhand Ihrer Aufstellung die Rückforderungsmöglichkeit und geben Ihnen eine individuelle kostenlose Ersteinschätzung - warten Sie nicht zu lange mit der Rückforderung, denn die Rechtslage kann sich in Zukunft ändern. Sollten Sie sich sodann für eine Rückforderung entschließen, kümmern wir uns um die Einholung der Transaktionslisten bei den Casinos und um die notwendigen Vertragsdokumente. Wichtig: Fragen Sie die Transaktionslisten nicht selbst vom Casino an, das kann zu Verzögerungen des Verfahrens führen!
Was kostet eine Klage gegen ein Online-Casino?
Die Dauer eines Verfahrens gegen ein Online-Casino ist stark einzelfallabhängig und kann auch längere Zeit in Anspruch nehmen. Da es sich meist um Verfahren mit hohen Verlustbeträgen handelt, können die Prozesskosten teuer sein. Im Falle einer Selbstfinanzierung müssen Spieler und Spielerinnen die Prozesskosten vorfinanzieren. Abhilfe können Rechtsschutzversicherungen oder eine Prozessfinanzierung bieten. Meine Kanzlei kooperiert nur mit ausgewählten und seriösen Prozessfinanzierern und wir übernehmen für betroffene Spieler und Spielerinnen die dortige Antragstellung - wir übermitteln Ihnen alle notwendigen Vertragsdokumente. Es ist daher nicht erforderlich, dass Sie sich selbst um einen Prozessfinanzierer kümmern!
Wir haben vorab keine Beschränkung auf bestimmte Casinos oder bestimmte getätigte Zahlungsmethoden wie Sofortüberweisung, Paypal, Trustly, Klarna, Paysafecard oder Kreditkarte - solange alle Voraussetzungen für eine Rückforderung erfüllt sind, unterstützen wir Sie persönlich und vertraulich.
Verluste verkaufen oder selbst klagen? Sofortentschädigung im Überblick
Eine Sofortentschädigung oder Sofortauszahlungen ist bei manchen Online-Casinos ebenso möglich. Daneben gibt es Anbieter, die Casinoverluste als Forderung aufkaufen: Sie verkaufen Ihren Anspruch, treten ihn per Abtretung ab und bekommen dafür sofort einen Teilbetrag. Was ein solches Angebot im Verhältnis zum tatsächlichen Anspruch wert ist, zeigt erst die Prüfung; wir haben die Praxis dieser Aufkäufe in einem eigenen Beitrag zu Casino-Sofortentschädigungen eingeordnet.
Gilt das auch für Poker, Roulette und Slots?
Die Rückforderung ist nicht auf ein bestimmtes Spiel beschränkt. Auch Verluste aus Online-Poker sind rückforderbar, obwohl die Casinos jahrelang argumentiert haben, beim Poker spiele man ja gegen andere Spieler und nicht gegen die Plattform. Der Oberste Gerichtshof hat das im Februar 2022 anders gesehen; die Einzelheiten stehen im Beitrag Verluste aus Online-Poker einklagen.
Warum Sportwetten anders behandelt werden
Sportwetten sind rechtlich keine Glücksspiele und fallen nicht unter das Glücksspielgesetz, sondern unter die Wettgesetze der Länder. Verluste aus Sportwetten lassen sich deshalb nicht mit derselben Begründung zurückfordern wie Casinoverluste. Eine Rückforderung kommt hier nur in Betracht, wenn eine pathologische Spielsucht und eine partielle Geschäftsunfähigkeit vorliegen, was regelmäßig mit einem Gutachten zu belegen ist. Das prüfen wir im Einzelfall.
Wie lange kann man Spielverluste zurückfordern?
Der Anspruch verjährt nicht nach wenigen Jahren: Glücksspielverluste lassen sich bis zu 30 Jahre rückwirkend zurückfordern. Wie weit die Rückforderung in Ihrem Fall reicht, hängt davon ab, wann die einzelnen Einzahlungen geleistet wurden.
Ihre Ansprechpartner für Spielverluste
Rechtsanwalt Dr. Oliver Peschel und sein Team setzten sich für Sie gegen Online-Casinos ein. Wir beraten Sie gerne, um Verluste von Online-Casinos zurückzufordern. Wir unterstützen Sie bei Casinos etwa auf Malta oder Curacao.
Die Kanzlei verfügt über große Erfahrung und Kompetenz im Bereich des Glücksspielrechts - wir konnten bereits tausenden Menschen helfen und Millionen an Spielverlusten zurückholen. Dr. Oliver Peschel ist spezialisiert auf dem Gebiet des Glücksspielrechts und hat bereits mehrere Publikationen zu diesem Thema verfasst.
Die Kontaktdaten der Kanzlei Peschel & Partner Rechtsanwälte finden Sie hier. Schicken Sie uns am besten noch heute unverbindlich eine E-Mail und Sie erhalten eine kostenlose Ersteinschätzung!
Weitere Informationen und Details zu den Möglichkeiten einer Rückforderung von Spielverlusten finden Sie auch auf unserer Website www.casinoklage.at.

Das ist das Team der Kanzlei Peschel & Partner Rechtsanwälte. Nähere Informationen zum Team finden Sie hier.
Rechtsanwalt Dr. Oliver Peschel
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